So merkst du dir Namen in 5 Schritten

Du kennst das vielleicht: Gerade noch hast du deiner neuen Bekanntschaft die Hand geschüttelt. Und eigentlich bist du dir ganz sicher​, dass dabei auch​ ein Name ​genannt wurde. ​Aber wie war der noch gleich?

Der Name ist ein Teil der Persönlichkeit. Auch wenn es dir nicht bewusst ist: Mit dem eigenen Namen angesprochen zu werden, ist so etwas wie verbales Bauchpinseln, eine Wohlfühlbehandlung für dein Ego. ​Gerade in deinem Business kann es dir viele Sympathiepunkte einbringen, wenn du Namen im richtigen Moment parat hast. 

​Ich zeige dir, wie du dir Namen in 5 Schritten sicher einprägen kannst.


1. Zuhören

Klingt völlig selbstverständlich, ist es aber keineswegs. Denn mangelnde Aufmerksamkeit beim ​Vorstellen ist einer der Hauptgründe, w​enn es mit dem ​Merken von Namen nicht so recht klappen will.

Während dein​ Gesprächspartner gerade seinen Namen nennt, ist dein Gehirn meist mit ganz anderen Dingen beschäftigt: Zum Beispiel mit dem, was du als nächstes sagen willst. Und zack, schon hast du den Namen verpasst. Du kannst dir aber nur merken, was du auch ​bewusst wahrgenommen hast.

Deshalb: ​Unbedingt nachfragen. Das gilt auch, wenn du den Namen nur halb verstanden hast oder es sich um einen besonders komplizierten Namen handelt.​​ ​Bei sehr schwierigen Namen ​ist es auch eine gute Idee, ​​nach der richtigen Schreibweise fragen.

​Es gibt übrigens keinen Grund, warum dir nochmaliges Nachfragen unangenehm sein müsste. Im Gegenteil, von deinem Gegenüber wird dies eher als Interesse an seiner Person wahrgenommen.

2. Aussprechen

Sprich den Namen aus. Ihn in Gedanken zu wiederholen ist gut. Besser ist es aber, den Namen laut auszusprechen, indem du ihn gelegentlich in das Gespräch einfließen lässt. Ohne es zu übertreiben, versteht sich. "Frau Ott, Sie ​kommen also aus München?"

Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe. Der neue Name hinterlässt erste Spuren in deinem Gedächtnis und dein Gesprächspartner fühlt sich geschmeichelt.

3. Verbildern

​Als nächstes verbilderst du den Namen. Für dein Gehirn ist ein Name zunächst einmal​​ nichts weiter als ein Haufen von Buchstaben.​ Damit d​iese in deinen ​Hirnwindungen haften bleiben​, musst du ih​nen Leben einhauchen, indem du ​sie in Bilder verwandelst. Denn Bilder kann sich unser Denkorgan hervorragend merken. 

Wie hört sich der Name an, welches Wort versteckt sich darin, woran erinnert dich der Name? Herr Lehmann ist mit Lehm beschmiert, Frau Kramer kramt in ihrer Handtasche.

Ein großer Teil der deutschen Nachnamen hat seinen Ursprung in Berufen, die du gut in ein Bild verwandeln kannst. Stell dir vor, wie Herr Becker in seiner Backstube den Brotteig knetet.​ Kannst du dir vorstellen, wie es nach frisch geba​ckenem Brot duftet? Welche G​eräusche gibt es in der Backstube? Je mehr Sinne du beim ​Einprägen des Namens ​nutzt, desto besser.

Es dürfen auch mehrere Bilder ins Spiel kommen, wenn es Sinn macht. ​Herr ​Wischnewski geht nie ohne seinen ​Wischmopp und seinen Neffen zum Skifahren. ​​Es muss aber ​keineswegs der ganze Name ​in ein Bild verpackt werden. Das Bild soll dir nur einen Hinweis auf den Namen geben.

​Das Merken von Vornamen funktioniert ​auf dieselbe Weise. Thomas hat Tomaten auf den Augen und ​Sandra reibt sich den Sand aus den die Augen​.​

Überlege nicht zu lange, um nach einem passenden Bild zu suchen. Das Bild, das dir als erstes in den Sinn kommt, ist meistens das beste.

4. Bild und Person verknüpfen

Nun verbindest du das Bild, das du dir von dem Namen gemacht hast, mit der Person. Welche besonderen Merkmale hat die Person? ​Eine besonders ausgeprägte Muskulatur, Sommersprossen oder eine große Nase?

Stell dir vor, wie Frau Maler jeden Tag mit einem ​riesigen Pinsel ​ihre markanten Augenbrauen ​nachmalt. ​​Stell dir die Szene möglichst in Bewegung vor. Also eher wie ein kleiner Film, der in deinem Kopfkino abläuft und nicht so sehr wie ein statisches Bild. Es darf gerne verrückt und übertrieben sein. Was in deinen Gedanken vorgeht, weiß schließlich niemand außer dir.

5. Wiederholen

​Auch wenn du Merktechniken nutzt, um dir Dinge einzuprägen, ​geht es nicht ohne Wiederholung. ​​Was du am Tag neu gelernt hast, solltest du vor dem Schlafengehen noch einmal wiederholen. Mehr dazu erfährst du auch in meinem Quick-Tipp ​​Warum Schlaf wichtig für dein Gedächtnis ist​.

​Einen gute​n Anhaltspunkt, w​ie oft du grundsätzlich Lerninhalte wiederholen solltest, um ​sie sicher in deinem Gehirn zu verankern,​ ​​gibt dir die​se Regel:

​Wiederhole nach...

  • ​einer Stunde,
  • ​einem Tag,
  • einer Woche,
  • ​einem Monat
  • ​und einem halben Jahr.

​Übung macht den Meister

​Das gilt auch, wenn du Gedächtnistechniken nutzen möchtest. Du wirst sehen, dass deine Bilder im Kopf mit der Zeit immer kreativer werden und es dir zunehmend leichter fallen wird, auf passende Bilder zu kommen. ​

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